Die KI-Brille ist ein Massenprodukt geworden.

2025 gingen weltweit 8,7 Millionen davon in den Handel. Vier von fünf trugen das Zeichen einer einzigen Firma. Was die Geräte können und woran sie scheitern.

  • 8,7 Mio. Stück 2025 plus 322 Prozent
  • 85 % Anteil Meta Ray-Ban und Oakley
  • 15 Mio. erwartet 2026 Schätzung von Omdia
Eine junge Frau trägt eine durchsichtige Datenbrille, auf der grüne Anzeigen leuchtenFoto: sergio carvajal, Pexels

Zum Einstieg

Kamera, Mikrofon und Lautsprecher im Bügel

Eine normale Brille, in deren Bügel eine Kamera, ein Mikrofon und kleine Lautsprecher sitzen. Man spricht sie an, sie antwortet ins Ohr. Manche haben zusätzlich eine kleine Anzeige im Glas, die meisten nicht.

Was sie im Alltag tut: vorlesen, was auf einem Schild steht, übersetzen, was jemand sagt, ein Foto machen, ohne dass man das Telefon zückt, eine Nachricht diktieren. Der Unterschied zum Telefon ist nicht die Leistung, sondern dass die Hände frei bleiben und niemand sieht, dass gerade etwas läuft.

Der Markt

Die Zahlen für 2025

Erhoben vom Marktforscher Omdia, veröffentlicht am 5. März 2026. Es sind ausgelieferte Stück, also was in den Handel ging, nicht was verkauft wurde.

WasWie vielDazu
Weltweit 20258,7 Millionen Stückplus 322 Prozent gegenüber 2024
Meta7,4 Millionen Stück85,2 Prozent Anteil, plus 281,3 Prozent
Festlandchinaknapp 1 Million Stück10,9 Prozent, zweitgrößter Markt nach den USA
Mit Anzeige im Glas730.000 Stück8,4 Prozent aller Brillen, 2024 waren es 3,3

Hinter Meta liegen zwei chinesische Anbieter: Rokid auf Platz zwei weltweit, der Telefonhersteller Xiaomi auf Platz drei. Meta verkauft in Festlandchina nicht, dort ist ein eigener Markt entstanden. Bei den Brillen mit Anzeige im Glas kommen 71 Prozent von chinesischen Firmen, vor allem Rokid, Alibaba und Even Realities. Metas Ray-Ban-Modell mit Anzeige kam auf 84.000 Stück, und die Nachfrage lag über dem, was geliefert werden konnte.

Vor dem Kauf

Woran diese Geräte scheitern

Die Akkulaufzeit

Omdia nennt den Stromverbrauch ausdrücklich als eine der beiden großen offenen Baustellen der Branche. Eine Brille lässt sich nicht mit einer Powerbank in der Hosentasche verbinden.

Die anderen Leute

Die Kamera schaut dorthin, wohin der Träger schaut. Wer gefilmt wird, hat nicht zugestimmt und merkt es oft nicht. Das ist die Frage, an der sich diese Geräte im Alltag entscheiden, nicht die Technik.

Das Zusammenspiel von Anzeige und Rechenteil

Die zweite von Omdia genannte Baustelle. Eine Anzeige im Glas kostet Strom und Platz, und beides ist in einem Brillenbügel knapp.

Der Nutzen ohne das Telefon

Fast alle Modelle brauchen ein Telefon in der Nähe. Die Brille ist eine Bedienoberfläche, kein eigenständiges Gerät.

Solange Aufnahmen rein privat bleiben, greift die Datenschutz-Grundverordnung nach ihrer Haushaltsausnahme nicht. Sobald ein Video auf einem Konto landet, das andere sehen können, endet diese Ausnahme. Wer eine solche Brille im Betrieb einsetzt, etwa zur Dokumentation, ist von der Ausnahme ohnehin nicht erfasst. Bei Aufnahmen von erkennbaren Personen kommt in Österreich der Bildnisschutz dazu. Für den konkreten Fall gehört das mit einem Juristen geklärt, nicht mit einer Website.

Stand 28. August 2026

Ray-Ban Meta beginnt bei 247 Euro

Die häufigste Frage zu diesen Brillen ist der Preis, und die Antwort steht bei Meta selbst. Die vier Beträge unten habe ich auf der österreichischen Meta-Seite abgelesen. Es sind Startpreise, die teureren Ausführungen derselben Reihe kosten mehr.

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich am Preis nichts.

ModellPreis abwofür gedachtauch zu haben bei
Ray-Ban Meta (Gen 1)247 €die günstigste Art, es auszuprobierennur bei Meta
Ray-Ban Meta (Gen 2)419 €bessere Kamera, längere LaufzeitAmazon
Oakley Meta HSTN439 €Sportfassung, robuster gebautAmazon
Oakley Meta Vanguard549 €die Sportfassung mit mehr AusstattungAmazon

Am 28. August lagen alle drei Modelle bei Amazon über dem Preis, den Meta selbst verlangt. Wer den günstigsten Weg sucht, bestellt direkt bei Meta. Bei Amazon liegt man dafür in der gewohnten Rückgabe und sieht die Bewertungen anderer Käufer.

Für das Modell Meta Ray-Ban Display steht auf der österreichischen Seite kein Preis. Die Brille wird dort beworben, ein Betrag wird nicht genannt.

Die zweithäufigste Frage

Mit Sehstärke geht es, der Aufpreis steht nirgends

Meta führt eine eigene Seite für Korrekturgläser, die Brillen lassen sich also mit Sehstärke bestellen. Was das kostet, steht dort nicht. Wer eine Gleitsichtstärke braucht, klärt das besser beim Optiker als im Netz, weil Fassungsform und Sehstärke zusammenpassen müssen.

Andere Anbieter wie Xiaomi, Rokid oder Even Realities verkaufen in Österreich nicht über eigene Läden. Was du dort findest, sind Händlerpreise, und die schwanken von Shop zu Shop.

Zu den Zahlen oben

Ausgeliefert heißt an den Handel geliefert

Die 8,7 Millionen Stück sind Lieferungen an den Handel, nicht Verkäufe an Kunden. Wie viele davon in einem Regal liegen und wie viele getragen werden, weist keine der Quellen aus.

Die vier Preise stammen von Meta selbst, abgelesen am 28. August 2026 auf der österreichischen Seite. Hardwarepreise ändern sich zu Aktionszeiten schnell. Wenn du beim Nachsehen etwas anderes findest, schreib mir, dann korrigiere ich es.

Was künstliche Intelligenz im Alltag sonst gut kann und wo sie zuverlässig danebenliegt, steht hier: Fünf Fehler, die niemand bemerkt.

Belege

Quellen mit Datum

  • Omdia, Global AI glasses shipments reach 8.7 million units with Mainland China emerging as the fastest-growing market, Presseaussendung vom 5. März 2026. Alle Stückzahlen und Anteile auf dieser Seite stammen daraus.
  • Verordnung (EU) 2016/679, Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe c, zur Haushaltsausnahme
  • meta.com, österreichische Fassung, Seiten zu Ray-Ban Meta und Oakley Meta, abgelesen am 28. August 2026. Alle vier Preise auf dieser Seite stammen daraus.

Geprüft von Phil zuletzt am 28. August 2026Preise bei Meta abgelesen