OpenAI schaltet Sora ab: kein Ersatz genannt

Sora, der Videogenerator von OpenAI, wird am 24. September abgeschaltet. Ein Ersatzmodell nennt OpenAI nicht, wer noch Videos hat, muss jetzt exportieren.

Bild & Video5. September 20263 Minuten Lesezeit

Sora, der Videogenerator von OpenAI, wird eingestellt. Die App ging bereits am 26. April 2026 vom Netz, am 24. September 2026 folgt die Programmierschnittstelle, über die viele Firmen eigene Anwendungen gebaut haben. Wer wird als Ersatz genannt? Bei Sora 2 und der Videos API steht in OpenAIs eigener Abkündigungstabelle in der Spalte "Recommended replacement" nur ein Strich, bei jeder einzelnen Modellversion.

Symbolbild zu Sora 2 von OpenAI
Bild: OpenAI

Fünf Zeilen, fünf Mal dasselbe Zeichen statt eines Modellnamens: kein Nachfolgemodell genannt. Mehrere Fachportale hatten zuletzt über ein Gerücht namens "Spud" berichtet. Dieser Name taucht in der Tabelle nicht auf.

Sora ist keine zwölf Monate alt geworden

Am 30. September 2025 stellte OpenAI Sora 2 vor. Die eigene Ankündigung nannte physikalisch stimmige Bewegungen und synchronisierten Ton als Fortschritt gegenüber der ersten Version. Die dazugehörige App verschwand schon am 26. April 2026 wieder. Die Schnittstelle für Entwickler folgt am 24. September 2026. Wer bis dahin nichts exportiert hat, verliert die eigenen Videos endgültig: Laut OpenAI werden nach einem allfälligen letzten Exportfenster sämtliche Daten aus Sora gelöscht, ohne dass ein zweiter Versuch zugesagt ist.

Für alle, die noch Material in Sora liegen haben, gilt deshalb ein klarer Zeitpunkt: Export über sora.chatgpt.com/sunset, und zwar vor dem 24. September. Ein weiteres Zeitfenster danach nennt OpenAI nur als Möglichkeit, "falls angeboten", zugesagt ist es nicht.

Leergelaufener Swimmingpool, gefüllt mit Serverhardware, als Sinnbild für digitale Infrastruktur
Bild: Server Pool von ulysse.gks & FARI, Better Images of AI, CC BY 4.0

Die Kennzeichnung fällt ersatzlos weg

In Österreich gilt seit 2. August 2026 die Kennzeichnungspflicht für KI-erzeugte Bild-, Video- und Audioinhalte nach Artikel 50 der KI-Verordnung. Bei Sora lief diese Markierung automatisch mit, der Dienst selbst hat sie eingebettet. Wer künftig auf ein anderes Werkzeug für KI-Video umsteigt, muss sich um genau diese Kennzeichnung selbst kümmern, denn sie hängt am jeweiligen Anbieter, nicht an der Person, die das Video verwendet.

Eine Zahl zu österreichischen Sora-Nutzern oder zu heimischen Firmen, die die Schnittstelle eingebaut haben, veröffentlicht OpenAI nicht. Ein Jahr nach der großen Ankündigung ist von Sora nur noch ein leeres Feld in einer Tabelle übrig, dort, wo ein Nachfolgemodell stehen sollte.

Liest du hier öfter? KI-Alltag bei Google als bevorzugte Quelle setzen, dann taucht die Seite in deinen Suchergebnissen weiter oben auf.

Übernahme

Zahlen, Messwerte und Grafiken aus dieser Meldung dürfen mit Quellenangabe übernommen werden. Bitte in dieser Form: Quelle: KI-Alltag, kialltag.at. Über einen Link auf die Meldung freuen wir uns.

Grafiken in Druckgröße, die Rohdaten hinter den Messungen und Rückfragen zur Methode: kontakt@kialltag.at

Geprüft von Phil zuletzt am 5. September 2026