KI-Alltag

Angebot schreiben mit KI – Vorlage, Beispiel und Prompt zum Kopieren

Angebot schreiben mit KI: der Prompt, der aus Stichworten ein brauchbares Angebot macht – mit Aufbau, Formulierungen und der Prüfliste vor dem Absenden. Kostenlos, ohne Anmeldung.

gespart
19 MingespartKontrolle eingerechnet
übrig
6 Minübrigstatt 25 Minuten
zuletzt geprüft
12.8.2026zuletzt geprüftAngaben können veralten

Angebote schreiben ist die Arbeit, die man abends macht, weil tagsüber keine Zeit war. Zwanzig bis dreißig Minuten pro Stück, und meistens schreibt man dieselben Sätze zum hundertsten Mal – nur eben jedes Mal neu, weil die alte Datei nicht auffindbar ist.

Das lässt sich auf wenige Minuten drücken. Aber nur mit drei Regeln, die in den üblichen Anleitungen fehlen.

Zuerst: wo es schiefgeht

Die KI erfindet Preise und Positionen. Das ist der gefährlichste Punkt. Wenn du „Bad fliesen, 12 m²“ eingibst, ergänzt sie hilfsbereit Untergrundvorbereitung, Silikonfugen und einen Quadratmeterpreis. Das sieht vollständig aus. Es ist geraten. Wer das ungeprüft verschickt, hat ein bindendes Angebot über Leistungen abgegeben, die er nie kalkuliert hat.

Sie schreibt Baukastendeutsch. „Gerne unterbreiten wir Ihnen nachfolgend unser unverbindliches Angebot“ – dieser Satz steht in jedem zweiten Angebot in Österreich und er sagt nichts. Ohne Gegensteuern klingt jedes KI-Angebot wie das Formular einer Versicherung.

Sie vergisst, was hineingehört. Bindefrist, Zahlungsziel, Gültigkeitsdauer, der Hinweis zur Umsatzsteuer. Nichts davon fällt beim Lesen auf, alles davon fällt später auf.

Der Ablauf in drei Schritten

Schritt 1: einmalig deinen Ton hinterlegen

Das ist der Schritt, der den Unterschied macht, und fast niemand macht ihn. Nimm zwei oder drei Angebote, die du früher selbst geschrieben hast und die gut angekommen sind. Kopier sie hinein und schreib dazu:

Hier sind drei Angebote, die ich selbst geschrieben habe. Analysiere, wie ich schreibe: Anrede, Satzlänge, wie ich Leistungen benenne, wie förmlich ich bin, welche Wörter ich vermeide.

Fass das in einer kurzen Anweisung zusammen, die ich künftig jedem Auftrag voranstellen kann.

Was zurückkommt, ist deine Tonanweisung. Die speicherst du dir einmal ab und setzt sie ab jetzt vor jedes Angebot. Ab dann klingt es nach dir und nicht nach Baukasten.

Schritt 2: das Angebot aus Stichworten

[Deine Tonanweisung von oben einsetzen]

Schreib ein Angebot mit diesen Angaben:
– Empfänger: [Name, Anrede]
– Leistung: [Stichworte, so knapp wie sie dir einfallen]
– Menge und Umfang: [Zahlen]
– Ausführungszeitraum: [Zeitraum]
– Preis: [Betrag] netto
– Zahlungsziel: [z. B. 14 Tage netto]
– Bindefrist: [z. B. 30 Tage]

Strikte Regeln:
– Ergänze keine Leistungspositionen, die ich nicht genannt habe.
– Erfinde keine Preise und keine Mengen.
– Wenn dir etwas fehlt, das in ein Angebot gehört, schreib es nicht hinein, sondern liste es am Ende unter „Das fehlt noch“ auf.
– Keine Floskeln. Kein „gerne unterbreiten wir Ihnen“.

Die dritte Regel ist der Kern. Statt zu raten, sagt die KI dir, was du vergessen hast – und du entscheidest.

Schritt 3: nachschärfen

  • „Zu förmlich. Wir kennen uns seit Jahren.“
  • „Die Leistungsbeschreibung ist zu knapp, der Kunde ist Laie. Erklär in einem Satz, was Verfugung bedeutet.“
  • „Streich den letzten Absatz.“
  • „Gib mir eine zweite Fassung, die etwas selbstbewusster auftritt.“

Was in ein Angebot gehört

Die Liste, an der du das Ergebnis abgleichst:

  1. Deine vollständigen Daten und die des Empfängers
  2. Datum und eine Angebotsnummer
  3. Leistungen einzeln aufgeschlüsselt – nicht als Pauschale, wenn der Kunde vergleichen können soll
  4. Preis netto, Umsatzsteuer, Bruttosumme – oder bei Kleinunternehmerregelung der Hinweis, dass keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird
  5. Ausführungszeitraum
  6. Zahlungsziel
  7. Bindefrist – wie lange du an das Angebot gebunden bist
  8. Was nicht enthalten ist – der Punkt, der später den Streit verhindert

Punkt 8 ist der wertvollste und fehlt in fast jedem Angebot. „Nicht enthalten: Entsorgung des Altmaterials, Malerarbeiten nach Fertigstellung“ – zwei Zeilen, die eine unangenehme Diskussion ersparen.

Was du vor dem Absenden prüfen musst

  • Jede Zahl. Menge, Preis, Summe, Datum. Die KI vertauscht Ziffern.
  • Jede Position. Steht etwas drin, das du nicht genannt hast? Streichen.
  • Die Umsatzsteuer. Ausgewiesen oder Kleinunternehmerhinweis – eines von beidem muss stimmen.
  • Die Bindefrist. Ohne sie bist du unter Umständen länger gebunden, als dir lieb ist.

Ein Angebot ist eine rechtsverbindliche Erklärung. Es zu schreiben darf die KI. Es zu verantworten musst du.

Was das rechnet

Bei drei Angeboten pro Woche und fünfundzwanzig Minuten pro Stück sind das rund fünfundsechzig Stunden im Jahr. Mit dem Ablauf oben bleiben etwa sechs Minuten pro Angebot plus zwei bis drei Minuten Kontrolle. Das sind gut vierzig Stunden weniger – eine Arbeitswoche, die du nicht mehr abends absitzt.

Zuletzt geprüft am . KI-Werkzeuge ändern sich laufend. Fällt dir etwas auf, das nicht mehr stimmt, schreib mir.