Österreich liegt bei KI vor Deutschland

Wer ChatGPT nutzt, ist in Österreich längst nicht mehr allein, Deutschland liegt sogar dahinter. Die meisten stellen der KI Wissensfragen.

Österreich7. Oktober 20263 Minuten Lesezeit

2025 haben 39 Prozent der Menschen in Österreich Programme wie ChatGPT genutzt, in Deutschland waren es 32 Prozent. Das zeigt der neue Bericht von Statistik Austria, der heute erschienen ist. Wofür verwenden die Leute das eigentlich, und warum lassen es die anderen bleiben? Ich habe mir die ganzen 63 Seiten angesehen.

Eine Hand hält ein Smartphone quer vor grauem Hintergrund, auf dem schwarzen Display steht ChatGPT
Foto: Jernej Furman, Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Ein Jahr davor lag der Anteil hierzulande noch bei 28 Prozent. Befragt wurden von April bis Juli 2025 rund 5.550 Menschen zwischen 16 und 74 Jahren, im Auftrag der Bildungsagentur OeAD.

Statistik Austria reiht Österreich auf Platz 12 in der EU

Deutschland liegt sogar knapp unter dem EU-Schnitt von 33 Prozent.

Vorne liegt Dänemark mit 48 Prozent. Am wenigsten verbreitet sind solche Programme in Italien mit 20 und in Rumänien mit 18 Prozent.

Mann mit grauem Bart und Brille tippt lächelnd auf einem Laptop an einem Holztisch in einem Café
Foto: Shixart1985, Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Auch in der Arbeit hat sich etwas getan. Jeder zweite Erwerbstätige hält die Programme inzwischen für nützlich im eigenen Beruf, 2024 waren es 43 Prozent. Angst um den Job haben nur 13 Prozent.

86 Prozentder Schülerinnen, Schüler und Studierenden in Österreich haben 2025 ein solches Programm verwendet. Im EU-Schnitt sind es 72 Prozent.

Frauen holen bei der Nutzung schnell auf, von 25 auf 37 Prozent. Bei den Männern ging es von 31 auf 42 Prozent. Bei den 65- bis 74-Jährigen sind es erst 9 Prozent.

In KI-Tools landen vor allem Wissensfragen

2025 wurde zum ersten Mal abgefragt, wofür die Leute solche Programme einsetzen. So oft nannten die Nutzer die einzelnen Zwecke, Mehrfachnennungen waren möglich.

  • Wissensfragen beantworten lassen, 69 Prozent
  • nach Tipps, Empfehlungen oder Ideen fragen, 66 Prozent
  • Texte schreiben lassen, 63 Prozent
  • Texte zusammenfassen, 59 Prozent
  • im Internet recherchieren, 58 Prozent
  • Texte übersetzen, 55 Prozent
  • Bilder erzeugen, 38 Prozent
  • Programmcode schreiben, 16 Prozent
  • Videos erzeugen, 6 Prozent

Mir fällt auf, wie oft es um Fragen und Antworten geht. Genau da würde ich aufpassen.

Eine KI kann eine Antwort erfinden und klingt dabei trotzdem ganz sicher. Wichtige Zahlen prüfst du deshalb besser an der Quelle nach. Warum das passiert, erklärt Warum erfindet die KI Dinge?

Künstliche Intelligenz nutzen 61 Prozent noch nicht

Die meisten davon sagen schlicht, sie brauchen so etwas nicht. Das sind 87 Prozent der Nicht-Nutzer.

55 Prozentder Nicht-Nutzer haben Bedenken beim Datenschutz, bei der Privatsphäre oder der Sicherheit. 2024 waren es 48 Prozent.

Bei 48 Prozent fehlt das Wissen, wie man so ein Programm bedient. Am stärksten gewachsen sind die rechtlichen Bedenken, von 32 auf 44 Prozent.

Die Sorge um die eigenen Daten verstehe ich gut. Ich baue deshalb gerade mit KIplatz eine eigene KI aus Österreich. Ohne Konto wird deine Frage dort nicht gespeichert. Was mit dem passiert, was du eintippst, steht in Was passiert mit dem, was ich eintippe?

KI lernen wollen jetzt 40 Prozent

Beim Wissen tut sich viel weniger als bei der Nutzung. 30 Prozent schätzen ihr Wissen über KI als hoch ein, ein Jahr davor waren es 27.

Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, hält das ausdrücklich fest.

„Sehr viel weniger stark ist hingegen das Wissen über KI gestiegen. Der Anteil derer, die ihr Wissen über KI als hoch einstufen, hat sich im gleichen Zeitraum nur um 3 Prozentpunkte erhöht.“

Dafür wollen deutlich mehr Menschen dazulernen. 40 Prozent haben starkes Interesse daran, 2024 waren es 32.

Mein Tipp, wenn du noch nicht dabei bist: Nimm eine Frage, die du heute ohnehin hast, und stell sie ChatGPT. Wie die Antwort brauchbar wird, steht in Wie stelle ich einer KI richtig eine Frage? Den ganzen Bericht gibt es bei Statistik Austria als PDF.

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Geprüft von Phil zuletzt am 7. Oktober 2026