Claude27. Oktober 20263 Minuten Lesezeit
Claude Code lässt sich jetzt mit Zusatzprogrammen erweitern, den sogenannten Mods. Die laufen auf deinem Computer mit denselben Rechten wie du selbst, und einen Schutzraum gibt es dafür nicht, schreibt Anthropic in der eigenen Anleitung. Woran siehst du vorher, was eines davon vorhat?

Claude Code ist ein Programm von Anthropic, der Firma hinter Claude. Du installierst es auf deinem Computer, und die KI kann dann direkt dort mit deinen Dateien arbeiten: Texte und Programmcode lesen, ändern und neue Dateien anlegen. Dazu kommen jetzt die Zusatzprogramme.
So ein Zusatzprogramm zeigt zum Beispiel neben dem Gespräch ein eigenes Fenster an oder bringt einen neuen Befehl mit. Anthropic hat 3 Beispiele veröffentlicht, darunter eines, das vor einem gefährlichen Befehl wie dem Löschen eines ganzen Ordners anhält und zeigt, was dabei passieren würde.
Installieren kannst du sie aus Sammlungen im Netz, auch von fremden Autoren, oder du bittest die KI, dir selbst eines zu bauen. Sobald du es installierst, bekommt es deine Rechte. Es darf alle Dateien lesen und ändern, die du auch lesen und ändern darfst, es darf Programme auf deinem Computer starten, und es darf mit dem Internet Kontakt aufnehmen.

Claude Code und der Schutzraum für Befehle
Auf Wunsch arbeitet die KI in einem abgeschotteten Bereich, den man Schutzraum oder Sandbox nennt. Er hält die Befehle, die sie ausführt, vom Rest deines Computers fern. Ein Zusatzprogramm gehört nicht dazu. Was es startet, läuft außerhalb dieses Bereichs, also mitten auf deinem Computer.
Es sieht außerdem jede Nachricht, die du schreibst, und jeden Schritt, den die KI macht. Es kann Schritte verändern oder erlauben, bevor du gefragt wirst. Auch deine Einstellungen kann es lesen, und dort stehen manchmal Zugangsdaten zu anderen Diensten. Nur das Fenster, in dem die KI dich um Erlaubnis bittet, kann es nicht verändern.
Vor der Installation Claude Plugins ansehen
Ein Zusatzprogramm kommt als Plugin, das ist ein Paket, das du aus einer Sammlung herunterlädst. Ansehen kannst du es dir schon vorher. Lade das Paket herunter, öffne das Terminal, das ist das Fenster, in dem man Befehle eintippt, und gib dort claude plugin validate ./ordner ein. Statt „ordner“ schreibst du den Namen des Ordners, in dem das Paket liegt.
Als Antwort bekommst du 2 Zeilen. Die erste nennt, bei welchen Ereignissen das Zusatzprogramm mitliest, etwa bei jeder Nachricht. Die zweite nennt, was es vom Programm verlangt. Auffällig sind in der zweiten Zeile diese Einträge:
- Dateien lesen oder schreiben
- Programme starten
- Zugriffe auf das Internet
Dann kann das Paket auf deinem Computer genau das tun. Eine Tabelle in der Anleitung erklärt jeden Eintrag. Dabei wird nichts gestartet, du siehst nur, was das Paket anfordert. Anthropic rät, nur Zusatzprogramme von Autoren und aus Sammlungen zu installieren, denen du vertraust, am einfachsten fängst du mit den 3 Beispielen von Anthropic an.
Kommt dir später etwas komisch vor, schaltest du alle Zusatzprogramme für eine Sitzung ab, indem du es mit dem Zusatz --safe-mode startest. Einzelne schaltest du im Befehl /plugin aus.
- Anthropic: Mods overview (Claude Code Dokumentation) · abgerufen am 2026-10-27
- Anthropic: Manage mods for your organization (Claude Code Dokumentation) · abgerufen am 2026-10-27
- Anthropic: Beispiel-Mods im Repository claude-code-playground · abgerufen am 2026-10-27
- Pexels: Foto 6424590 von Nemuel Sereti, Pexels-Lizenz · abgerufen am 2026-10-27
- Pexels: Foto 211151 von Fernando Arcos, Pexels-Lizenz · abgerufen am 2026-10-27
Zahlen, Messwerte und Grafiken aus dieser Meldung dürfen mit Quellenangabe übernommen werden. Bitte in dieser Form: Quelle: KI-Alltag, kialltag.at. Über einen Link auf die Meldung freuen wir uns.
Grafiken in Druckgröße, die Rohdaten hinter den Messungen und Rückfragen zur Methode: kontakt@kialltag.at
Liest du hier öfter? KI-Alltag bei Google als bevorzugte Quelle setzen, dann taucht die Seite in deinen Suchergebnissen weiter oben auf.
Geprüft von Phil zuletzt am 27. Oktober 2026


