iPhone 18 Pro: Fotobeweis fehlt in Österreich

Apple wirbt beim iPhone 18 Pro mit einem Fotobeweis gegen Fälschungen. In Österreich bekommst du ihn zum Start nicht, und Apple sagt nicht, warum.

Bild & Video17. September 20262 Minuten Lesezeit

Drei iPhone 18 Pro zeigen in der Fotos App dasselbe Pressefoto eines Mannes am Mikrofon: links mit Hinweis auf das Referenzbild, in der Mitte das signierte Referenzbild, rechts das bearbeitete Foto
Bild: Apple

Ab 18. September gibt es das iPhone 18 Pro in Österreich, und Apple wirbt mit einer neuen Sache: Die Kamera kann beweisen, dass ein Foto echt ist und niemand daran herumgebastelt hat. Apple nennt das Referenzbild. Bekommst du das bei uns auch?

Nein. Ich habe in Apples Pressemeldung für Österreich nachgesehen. Oben steht „ab sofort“, ganz unten in Fußnote 3 steht: In der EU geht das zum Start nicht.

In der EU wird die Apple Referenzbild Aufnahme zur Markteinführung der iPhone 18 Pro Modelle nicht verfügbar sein, doch Nutzer:innen mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 werden in der Lage sein, Referenzbilder zu entwickeln und anzuzeigen.

Warum, sagt Apple nicht. Für China steht in derselben Fußnote „aufgrund gesetzlicher Vorschriften“, für die EU steht dort gar nichts. Wann es nachkommt, auch nicht. Ich rechne damit, dass Apple die Aufnahme mit einem späteren Update nachliefert, „zur Markteinführung“ klingt nach Verzögerung und nicht nach Nein. Bei Siri AI hat Apple im Juni ein EU-Gesetz als Grund genannt, beim Fotobeweis steht nichts dabei.

Beispielfoto aus der Hauptkamera des iPhone 18 Pro: grüne Almwiese mit einer Straße vor Bergen mit Gletscherresten unter Wolken
Bild: Apple (Beispielfoto der Hauptkamera des iPhone 18 Pro)
1.449 EuroSo viel kostet das iPhone 18 Pro in Österreich ab 18. September. Den beworbenen Fotobeweis kann man damit hier zum Start nicht aufnehmen.

Der Sensor unterschreibt das Foto beim Abdrücken

Der Kamerasensor unterschreibt das Foto in dem Moment, in dem du abdrückst. Das iPhone bewahrt dieses Original getrennt auf und legt es neben das normale Foto. Wer später beide vergleicht, sieht, ob jemand etwas verändert hat.

Wie Apple das im Einzelnen absichert, steht in Apples Sicherheitsblog vom 15. September.

In Österreich bleibt nur das Anschauen

Schickt dir jemand aus den USA so ein Foto, kannst du es mit iOS 27 prüfen, das zeigt Apples Anleitung. Selbst eines aufnehmen kannst du nicht. Und auf einem Handy mit Android sieht man von dem Beweis gar nichts.

Der Parkschaden, die kaputte Lieferung, die Wohnungsübergabe

Fotos gelten im Alltag als Beweis: der Kratzer am Auto, das Paket, das zerdrückt ankam, der Zustand der Wohnung beim Auszug. Mit KI lässt sich so ein Bild heute fälschen.

Die EU verlangt deshalb nach Artikel 50 der KI-Verordnung, dass KI-Bilder eine Kennzeichnung tragen, die Programme lesen können. Ich habe im August gemessen, was die hält: Bei 6 von 8 Handgriffen war sie weg, ein Bildschirmfoto reicht.

Apple macht es umgekehrt und markiert das echte Bild statt des falschen. Wer das Foto bearbeitet, ändert das Original nicht mit.

Die Unterschrift belegt, was die Kamera gesehen hat. Ob die Szene gestellt war, weiß sie nicht.

Für dich heißt das: Hat ein Foto keinen Beweis, ist es deswegen nicht gefälscht. Und hat es einen, kann die Szene trotzdem gestellt sein. Wenn es wirklich drauf ankommt, frag nach dem Original vom Handy.

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Übernahme

Zahlen, Messwerte und Grafiken aus dieser Meldung dürfen mit Quellenangabe übernommen werden. Bitte in dieser Form: Quelle: KI-Alltag, kialltag.at. Über einen Link auf die Meldung freuen wir uns.

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Geprüft von Phil zuletzt am 17. September 2026