ChatGPT21. Oktober 20263 Minuten Lesezeit
ChatGPT lässt dich jetzt einzelne Unterhaltungen hinter einer 4-stelligen PIN verstecken. Gedacht ist das für den geteilten Bildschirm oder den Familienrechner. Vor OpenAI selbst schützt die Sperre aber nicht. Die Gespräche bleiben dort gleich lang gespeichert, und die Firma darf sie weiter verwenden, um ihre KI zu verbessern.

Angekündigt hat OpenAI die Funktion am 20. Oktober in den Versionshinweisen. Sie kommt nach und nach für alle Tarife, vom Gratisplan über Go und Plus bis Pro, im Browser, in den Apps für iPhone und Android und in der neuen Desktop-App für Mac und Windows.
Auf einem Plus-Konto aus Österreich fehlte sie am Mittwoch im Browser noch.
So sperrst du Chats in der ChatGPT App
Gesperrt wird über das Menü mit den 3 Punkten neben einer Unterhaltung. Beim ersten Mal legst du eine 4-stellige PIN an, sie gilt für dein ganzes Konto auf allen Geräten.
Am Handy reichen auch Face ID, Touch ID oder die Displaysperre.
Gesperrte Unterhaltungen verschwinden aus dem Verlauf, aus den angehefteten Chats und aus der Suche, wiederfinden lassen sie sich in einem eigenen Ordner bei den Projekten. Nach 1 Minute ohne Zugriff endet der Zugang am Handy von selbst, im Browser beim Neuladen oder Schließen des Tabs.
Nicht sperren kann man unter anderem temporäre und archivierte Unterhaltungen, Gruppenchats und solche mit geplanten Aufgaben.
Vergessene ChatGPT PIN löscht alle gesperrten Gespräche
Den größten Haken nennt OpenAI selbst in der Hilfe zur neuen Funktion. Wer die 4-stellige PIN vergisst und zurücksetzt, verliert alle gesperrten Gespräche samt den Dateien darin endgültig. Dort steht dazu, aus dem Englischen übersetzt:
Das kann nicht rückgängig gemacht werden, und der Support von OpenAI kann die gelöschten Inhalte nicht wiederherstellen.
Wer die alte PIN noch weiß, kann sie in den Einstellungen unter Sicherheit ändern und verliert dabei nichts. Bevor du die erste Unterhaltung sperrst, schreib sie dir deshalb an einem sicheren Ort auf.
Mit gesperrten ChatGPT Chats darf OpenAI weiter seine KI verbessern
Die Sperre bringt keine zusätzliche Verschlüsselung und keinen eigenen Tresor. Sie ändert weder, wie lange OpenAI die Gespräche aufbewahrt, noch den Schalter „Das Modell für alle verbessern“ in den Einstellungen. Ist er an, darf OpenAI deine Gespräche dafür hernehmen, gesperrt oder nicht.
Was sich der Chatbot vor dem Sperren gemerkt hat, bleibt in der Erinnerung.
Wer das für ein einzelnes Gespräch nicht will, nimmt weiter den temporären Chat. Er erscheint nicht im Verlauf und wird nicht zum Verbessern verwendet, solange er temporär bleibt, sperren lässt er sich allerdings nicht. Auch ein geteilter Link auf eine Unterhaltung bleibt nach dem Sperren aktiv, löschen musst du ihn eigens.
Mehr dazu: ChatGPT löscht Chats, die Erinnerung aber nicht
Die ChatGPT Alternative, bei der Gespräche am Gerät bleiben
Dass es auch anders geht, zeigt KIplatz, die kostenlose KI-Alternative aus Österreich. Sie gehört der Community.
Dort bleiben deine Gespräche bei dir, am Handy oder am PC. Am Server liegen sie gar nicht erst, und mitgelesen wird auch nicht.
Gelernt wird nur aus allgemeinen Wissensfragen.
Fragst du etwa, wie hoch der Großglockner ist, kann KIplatz daraus lernen, ohne zu wissen, wer gefragt hat. Fragen über dich selbst kommen nie dazu, und wer auch das nicht will, schaltet es in den Einstellungen ab.
Wie das genau geht, steht auf der Datenschutzseite von KIplatz.
- OpenAI: ChatGPT Release Notes, Eintrag „Introducing locked chats“ (20. Oktober 2026) · abgerufen am 2026-10-21
- OpenAI Help Center: Using locked chats in ChatGPT · abgerufen am 2026-10-21
- KIplatz: Datenschutz · abgerufen am 2026-10-21
- Pexels: Foto 27742642 von indra projects, Pexels-Lizenz · abgerufen am 2026-10-21
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Geprüft von Phil zuletzt am 21. Oktober 2026


