Werkzeuge13. September 20263 Minuten Lesezeit

Wir haben sechs Texte durch die beiden meistgenutzten kostenlosen KI-Detektoren geschickt. Drei davon stammen unverändert aus Wikipedia, drei haben wir mit einer KI schreiben lassen.
Das Ergebnis fällt deutlich aus. ZeroGPT hält echte Wikipedia-Artikel im Schnitt zu über 80 Prozent für KI-Text. Quillbot hat im selben Test keinen einzigen unserer KI-geschriebenen Texte erkannt.
Für Schüler, Studierende und alle, die regelmäßig Texte abgeben, ist das mehr als eine technische Randnotiz. Wer mit ZeroGPT geprüft wird, kann eine falsche Anschuldigung bekommen, selbst wenn er nie mit KI gearbeitet hat. Wer sich auf Quillbot verlässt, bekommt im Zweifel ein falsches Gefühl von Sicherheit.
Die Texte stammen aus Wikipedia und von einer KI
Für den Test haben wir drei Absätze aus deutschsprachigen Wikipedia-Artikeln verwendet, über die Gemeinde Laakirchen, den Kaiserschmarrn und den Traunsee, jeweils rund 220 Wörter lang und seit Jahren unverändert online.
Dazu kamen drei ähnlich lange Absätze zu vergleichbaren Themen, dem Almauftrieb, dem Skilift und dem Föhn, die wir eigens mit Claude, dem KI-Modell von Anthropic, erzeugt haben. Alle sechs Texte liefen einmal durch ZeroGPT und einmal durch den Quillbot AI Detector, beide kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Geprüft am 13. September 2026, Quillbot lief zu diesem Zeitpunkt mit Modell 6.2.1.
ZeroGPT hält echte Wikipedia-Artikel für künstlich
Der Artikel über Laakirchen bekam von ZeroGPT einen Wert von 80,5 Prozent KI. Der Artikel über den Traunsee kam sogar auf 93,4 Prozent, der Text über den Kaiserschmarrn auf 73,3 Prozent.
Unsere drei selbst mit KI geschriebenen Texte lagen bei ZeroGPT im Schnitt bei rund 92 Prozent. Der Abstand zwischen echtem und künstlichem Text betrug damit nur etwa zehn Prozentpunkte, viel zu wenig für eine verlässliche Aussage.

Alle KI-Texte bleiben bei Quillbot unentdeckt
Beim Quillbot AI Detector zeigte sich das umgekehrte Bild. Alle drei Wikipedia-Texte wurden korrekt als 100 Prozent menschlich eingestuft.
Auch alle drei KI-geschriebenen Texte bekamen denselben Wert: null Prozent KI, 100 Prozent Mensch. Quillbot hat damit in unserem Test keinen einzigen der tatsächlich KI-geschriebenen Texte gefunden, obwohl das Werkzeug mit einer Erkennungsrate von 99 Prozent wirbt.
Der Unterschied trifft vor allem Schüler und Bewerber
Wer eine Arbeit abgibt und dafür mit ZeroGPT geprüft wird, sollte wissen, dass ein völlig normaler, selbst geschriebener Text als mehrheitlich KI markiert werden kann. Eine einzelne Prozentzahl aus einem einzigen Werkzeug reicht als Beweis nicht aus.
Wer umgekehrt Quillbot nutzt, um einen KI-Text vor der Abgabe zu prüfen, sollte sich nicht allein auf ein grünes Ergebnis verlassen. In unserem Test hat das Werkzeug jeden einzigen KI-Text durchgewunken.
Mehr dazu: KI-Begriffe einfach erklärt
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Quellen
- ZeroGPT: AI Detector · abgerufen am 2026-09-13
- Quillbot: AI Content Detector · abgerufen am 2026-09-13
- Wikipedia: Laakirchen · abgerufen am 2026-09-13
- Wikipedia: Kaiserschmarrn · abgerufen am 2026-09-13
- Wikipedia: Traunsee · abgerufen am 2026-09-13
Übernahme
Zahlen, Messwerte und Grafiken aus dieser Meldung dürfen mit Quellenangabe übernommen werden. Bitte in dieser Form: Quelle: KI-Alltag, kialltag.at. Über einen Link auf die Meldung freuen wir uns.
Grafiken in Druckgröße, die Rohdaten hinter den Messungen und Rückfragen zur Methode: kontakt@kialltag.at
Selbst getestet und geprüft von Phil zuletzt am 13. September 2026


